Transparenz
Quellen & Methodik
Alle Kernzahlen stammen aus offiziellen, öffentlich zugänglichen Statistiken. Die Berechnungen sind nachvollziehbar und reproduzieren die zugrunde liegenden Workbooks exakt. Nichts ist erfunden, die Schlussfolgerung ist politisch, die Daten nicht.
ESTV VermögenssteuerstatistikJahres-Workbooks (XLSX/XLSM), Abruf Juni 2026
Gesamtschweizerische Statistik der besteuerten Vermögen (Vermögenssteuerstatistik), Steuerjahre 2012–2022
Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV), Steuerpolitik, Volkswirtschaft und Steuerstatistik
Steuerbares Reinvermögen pro Steuerfall (Ehepaare = eine Einheit). 2./3. Säule und Hausrat nicht enthalten. Liegenschaften zu Steuerwerten. Eher Unterschätzung des Marktvermögens. Kategorie «unbeschränkt steuerpflichtig» ab Steuerjahr 2020.
https://www.estv.admin.ch/de/gesamtschweizerische-vermoegenssteuerstatistik ↗
WID.worldBulk-Download je Land (WID_data_<ISO>.csv), Abruf Juni 2026
World Inequality Database: Variable shwealj992 (net personal wealth, Erwachsene, equal-split), Zeitreihen 1995–2024
World Inequality Lab
Gesamtes Netto-Privatvermögen zu Marktwerten. p99p100 = Top 1 %, p90p100 = Top 10 %, p50p90 = mittlere 40 %, p0p50 = untere 50 %. Untere 50 % kann negativ sein (Nettoschulden). Vermögens-Gini = WID-Variable ghwealj992 (methodisch verschieden vom UBS-Gini). Welt-Reihe endet 2023.
https://wid.world ↗
UBS Global Wealth Report 2025Report 2025, Daten Ende 2024
UBS Global Wealth Report 2025: Vermögens-Gini je Markt (Stand Ende 2024)
UBS (vormals Credit Suisse Global Wealth Report)
Wealth-Gini je Markt aus der Tabelle «Wealth inequality, measured by the Gini coefficient». Eigene UBS-Berechnung auf Basis von OECD-/IWF-/UN-/Weltbank- und nationalen Daten. Misst Gesamt-Marktvermögen, nicht steuerbares Vermögen. Vermögen pro Erwachsenem Schweiz (Tabelle «Wealth per adult», USD, Ende 2024): Median rund 182 248 USD, Durchschnitt rund 687 166 USD.
https://www.ubs.com/global/en/wealthmanagement/insights/global-wealth-report.html ↗
World Inequality Report 2022Daten 2021
World Inequality Report 2022: Progressive Vermögenssteuer-Szenarien (Tabelle 7.2)
World Inequality Lab
Drei progressive Szenarien (Grenzsätze 1 % ab 1 Mio. bis 3,5/10/90 % über 100 Mrd.). Szenario «moderat» bringt rund 1,6 % des Welteinkommens. Vorlage für das Rechner-Preset «WIR 2022».
https://wir2022.wid.world ↗
WIR 2022, Wachstum an der SpitzeDaten 1995–2021, Abschnitt «Wealth inequalities have increased at the very top of the distribution»
World Inequality Report 2022, Executive Summary: Wachstumsraten an der Vermögensspitze
World Inequality Lab
Wörtlich: «The wealth of richest individuals on earth has grown at 6 to 9% per year since 1995, whereas average wealth has grown at 3.2% per year.» Die voreingestellte Rendite im Dynamik-Rechner (6 %) entspricht dem unteren Rand dieser Spanne; das obere Ende (9 %) sowie Zucmans Milliardaers-Wert von 7,1 % (zucman_g20) liegen innerhalb des Slider-Bereichs (2–10 %).
https://wir2022.wid.world/executive-summary/ ↗
World Inequality Report 2026Dezember 2025, Daten 2025
World Inequality Report 2026: Globale Mindeststeuer auf Multimillionäre (Kapitel 7)
World Inequality Lab
Dritte Ausgabe (nach 2018, 2022). Statt der progressiven Staffel nun eine flache Mindeststeuer von 2–5 % auf Centi-Millionäre/Milliardäre (nach Zucman 2024 / G20), um die Regressivität an der Spitze zu beenden. Als Mindeststeuer, nicht als Vermögenssteuer, ist das Modell kein Rechner-Preset; es wird im Abschnitt «Zucman-Steuer» behandelt.
https://wir2026.wid.world ↗
Bilanz «Die 300 Reichsten»Liste 2025, November 2025
Die 300 Reichsten der Schweiz 2025: Gesamtvermögen 851,5 Mrd., 156 Milliardäre, Einstieg rund 100 Mio.
Bilanz (Ringier); Aufbereitung u. a. 20 Minuten, SRF
Marktnahe Schätzwerte (Verkehrswerte), keine amtliche Statistik und tendenziell ein Unterzähler, da diskret gehaltene Vermögen fehlen. Top 10 zusammen 227 Mrd. (über ein Viertel), reichster Gérard Wertheimer rund 33 Mrd. Vorjahr 2024: 833,5 Mrd. und 152 Milliardäre. Die Liste läuft bei Rang 300 auf rund 100 Mio. aus. Nationalität (Liste 2022): 145 der 300 Reichsten sind Ausländer mit Wohnsitz in der Schweiz (rund 48 %), also rund 155 Schweizer bzw. Liechtensteiner; in die Liste kommt, wer hier wohnt, unabhängig von der Nationalität. Der Ausländeranteil liegt über die Jahrgänge stabil bei «rund der Hälfte». Diese kuratierte Kennzahl (bezug=kuratiert) wird in src/data/ownership.json (Feld reichste) geführt und in der Sektion «Wem gehört die Schweiz?» gezeigt; es gibt keine amtliche Aufschlüsselung des reichsten 1 % nach Nationalität.
https://www.bilanz.ch/die-300-reichsten/vermogen-der-reichsten-erreicht-historischen-hochststand-884861 ↗
Oxfam / Tax Justice Network / MomentumApril 2024
Vergleichsstudie zur effektiven Steuerbelastung von Milliardären und Multimillionären (Schweiz, Deutschland, Österreich)
Oxfam, Tax Justice Network, Momentum Institut
Schweizer Milliardäre zahlen effektiv rund 32 % ihres Einkommens (inkl. Unternehmenssteuern), Multimillionäre rund 19 %. Diese Sätze enthalten die Gewinnsteuern ihrer Unternehmen; die reine Steuer der natürlichen Person (Einkommens- plus Vermögenssteuer) liegt tiefer, Aufschlüsselung in der Detail-Länderstudie (reichensteuer_studie_ch). Die Vermögenssteuer (rund 11 Mrd./Jahr, etwa 0,25 % des Vermögens) bringt die Spitze näher an die kantonalen Maximalsätze als in Ländern ohne Vermögenssteuer. Beispiel Mustermillionär: Baar/Zug 0,26 %, Basel 0,49 %.
https://www.momentum-institut.at/news/laender-studie-selbst-steuersumpf-schweiz-besteuert-milliardaere-staerker-als-deutschland-und-oesterreich/ ↗
Martínez (Länderstudie Schweiz)18. April 2024
Steuerbelastung der Reichen in der Schweiz: Eine vergleichende Analyse aufgrund verschiedener Modellrechnungen
Dr. Isabel Z. Martínez (KOF/ETH); im Auftrag von Oxfam Deutschland e. V. und Netzwerk Steuergerechtigkeit
Detaillierte Modellrechnung hinter den 32 %/19 %, mit Aufschlüsselung nach Steuerart. Mustermillionär (Zug/Baar, Standardszenario, Tab. 3): reine Personensteuer aus Einkommens- plus Vermögenssteuer rund 1,01 Mio. CHF = etwa 16 % des Bruttoeinkommens (Vermögenssteuer 0,26 % des steuerbaren Vermögens). Beispiel-Milliardär (Roche-Erbe J. Duschmalé, 2022, Standardszenario, Tab. 12; Basis wirtschaftliches Einkommen 95,2 Mio.): persönliche Einkommenssteuer 16,8 Mio. = rund 18 %, Vermögenssteuer 9,5 Mio. = rund 10 % (0,69 % des steuerbaren Vermögens, entspricht ~1,4–2,4 Mrd. steuerbares Vermögen je nach kantonalem Satz); daraus Einkommenssteuer als % des steuerbaren Vermögens: 0,7–1,2 %. EST_RATE = 0,9 % ist der Mittelwert dieser Bandbreite; verwendet in METHODIK §12. Die Schlagzeile 32 % ist Einkommens- plus Gewinnsteuer; inkl. Vermögenssteuer ergibt sich eine Gesamtlast von 42,25 % des wirtschaftlichen Einkommens.
https://www.netzwerk-steuergerechtigkeit.de/wp-content/uploads/2024/04/Besteuerung_Reichtum_Schweiz-.pdf ↗
WOZJanuar 2026
Interview mit Gabriel Zucman: «Wir stehen am Wendepunkt»
Die Wochenzeitung (WOZ)
Zucmans Konstruktion: 2 % gelten für Vermögen über 100 Mio.; wer weniger als 2 % an Steuern zahlt, stockt bis zur Schwelle auf, wer mehr zahlt, ist befreit. Globale Milliardäre zahlen effektiv rund 0,5 % ihres Vermögens, in Frankreich 2016 nur 0,005 %.
https://www.woz.ch/2603/steuergerechtigkeit/wir-stehen-am-wendepunkt/!F9TZST6DXRXK ↗
Zucman G20-Report 2024Juni 2024
A blueprint for a coordinated minimum effective taxation standard for ultra-high-net-worth individuals
Gabriel Zucman; im Auftrag der brasilianischen G20-Präsidentschaft
Begründung der 2-%-Mindeststeuer. Das Vermögen der Milliardäre (Top 0,0001 %) wuchs 1987–2024 real um rund 7,1 % pro Jahr, das Durchschnittsvermögen pro Erwachsenem nur um 1,8 %. Der reale Zuwachs bündelt Dividenden, Zinsen und Vermögensgewinne. Der World Inequality Report 2022 nennt für die Reichsten 6 bis 9 % real seit 1995. Bei ~7,1 % Rendite ist die ganze Mindeststeuer von 2 % des Vermögens in rund 103 Tagen wieder verdient: (0,02 ÷ 0,071) × 365; die blosse Mehrbelastung von ~1,2 % bereits in rund 62 Tagen. Globale Schätzung des Reports: eine koordinierte Mindeststeuer von 2 % auf die rund 3000 Dollar-Milliardäre der Welt brächte rund 200 bis 250 Mrd. US-Dollar pro Jahr; heute zahlen diese Milliardäre effektiv nur rund 0,3 % ihres Vermögens an Steuern. Das Modell ist als Mindeststeuer (Aufstockung bis zur Schwelle) konstruiert, koordiniert nach dem Vorbild der globalen Mindeststeuer für Konzerne (15 %), womit Wegzug ins Leere läuft.
https://gabriel-zucman.eu/files/report-g20.pdf ↗
Work-ZeitungJanuar 2026
Reiche richtig besteuern: eine 2-%-Steuer auf grosse Vermögen in der Schweiz
Work (Zeitung der Gewerkschaft Unia)
Quelle der Schlagzeile «bis zu 20 Mrd. zusätzlich». Diese Zahl entspricht dem Brutto-Szenario (flache 2 % ohne Anrechnung bereits gezahlter Steuern), nicht der eigentlichen Mindeststeuer.
https://www.workzeitung.ch/2026/01/reiche-richtig-besteuern/ ↗
NZZFebruar 2026
Vermögenssteuer: durchschnittlicher Satz rund 0,28 % (2025) gegenüber 0,35 % (1990)
Neue Zürcher Zeitung (NZZ)
Der durchschnittliche Vermögenssteuersatz ist von 0,35 % (1990) auf rund 0,28 % (2025) gesunken. Der Satz gilt auf das steuerbare Reinvermögen (ESTV-Basis). Im Rechner-Wegzug-Szenario wird dieser Wert als VST_RATE = 0,28 % direkt auf die ESTV-Bins angewendet (Verfahren METHODIK §12). Artikel hinter einer Bezahlschranke.
https://www.nzz.ch/schweiz/ausgerechnet-der-milliardaer-alfred-gantner-schlug-eine-vermoegenssteuer-vor-nun-ziehen-einige-politiker-nach-ld.1926794 ↗
FDK AufwandbesteuerungMedienmitteilung 7. Juni 2019
Erhebung zur Aufwandbesteuerung («Pauschalbesteuerung»), Stand 31.12.2018
Konferenz der kantonalen Finanzdirektorinnen und Finanzdirektoren (FDK)
Anzahl Personen und bezahlte Steuern, NICHT das Vermögen. Aufwandbesteuerte sind in der ESTV-Vermögensstatistik nicht enthalten.
https://www.fdk-cdf.ch/themen/steuerpolitik ↗
EFV / ESTV FinanzstatistikDaten 2023
Fiskaleinnahmen und Staatsschuld von Bund, Kantonen und Gemeinden
Eidgenössische Finanzverwaltung (EFV) / ESTV
Einkommenssteuern natürlicher Personen über alle Staatsebenen rund CHF 62,7 Mrd. (2023; EFV-Finanzstatistik, Einnahmen nach Arten Bund/Kantone/Gemeinden, Artencode 4000 = 62 717 546 Tsd.). Direkte Bundessteuer natürlicher Personen rund CHF 13,5 Mrd. (ESTV «Fiskaleinnahmen des Bundes», Blatt «DBST neu ab 2023», Fiskalertrag NP). Staatsschuld nach Maastricht rund CHF 214,2 Mrd. (2023; EFV «Öffentliche Finanzen der Schweiz», Maastricht-Schuldenquote 26,9 %, konsolidierte Bruttoschuld des Gesamtstaats inkl. Sozialversicherungen). Nominal, gerundet, nur Einordnungsgrösse. Verkehrs- und Infrastrukturausgaben: aus derselben Finanzstatistik (FS-Modell, Bulk-Datei fir_art_funk.csv, konsolidierter Sektor «staat»), Ausgaben = Sachgruppe 3 + 5, brutto, je HRM2-Funktion. 2023: Strassenverkehr (funk 61) 9,363 Mrd., öffentlicher Verkehr (funk 62) 9,600 Mrd., Verkehr gesamt (Gruppe 6) 19,58 Mrd. = 7,8 % der Gesamtausgaben des Staates (252,1 Mrd., Kontrollzeile funk «V1»). Reproduzierbar via scripts/06_extract_infrastruktur.py → src/data/infrastruktur.json (Beschaffung in docs/QUELLEN.md §8).
https://www.efv.admin.ch/de/fs-daten ↗
EFV Staatsrechnung 2024Rechnung 2024
Staatsrechnung 2024 des Bundes: Sonderrechnungen NAF und BIF
Eidgenössische Finanzverwaltung (EFV)
NAF (Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds), Sonderrechnung Ziff. 322, Erfolgsrechnung 2024 (Spalte Rechnung): Gesamtaufwand 2'646 Mio., Nationalstrassen 2'454 Mio. (davon Betrieb 454 Mio., reservierte Mittel Nationalstrassenbau 1'839 Mio.), Agglomerationsverkehr 191 Mio. BIF (Bahninfrastrukturfonds), Erfolgsrechnung 2024 (Rechnung): Gesamtaufwand 4'808 Mio., Investitionsausgaben 4'138 Mio. (Substanzerhalt 3'247 Mio., Ausbau 874 Mio.). Quelle: EFV Staatsrechnung 2024, Band «Spezialfinanzierungen» (SPEZ-F) bzw. Band 1A. Als kuratierte Konstanten in scripts/06_extract_infrastruktur.py gepflegt (docs/QUELLEN.md §8).
https://www.efv.admin.ch/de/staatsrechnung ↗
BAG KrankenversicherungDaten 2023
Statistik der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP)
Bundesamt für Gesundheit (BAG)
Von den Gesundheitskosten total rund CHF 95 Mrd. (2023) entfallen rund CHF 52 Mrd. auf Leistungen, die unter die OKP fallen; davon rund CHF 36 Mrd. über Prämien der Versicherten finanziert (BAG, Kostenoptik). Die insurer-Buchhaltung der STATKV (Rechnungsjahr) weist tiefere Werte aus: Bruttoleistungen ~39,9 Mrd., Prämien ~35,3 Mrd. Nominal, gerundet, nur Einordnungsgrösse.
https://www.bag.admin.ch/de/newnsb/pwGPlqnWtp7n-FU2nvwJ0 ↗
BFS BevölkerungEnde 2024
Ständige Wohnbevölkerung der Schweiz, Stand und Entwicklung
Bundesamt für Statistik (BFS)
9 051 029 Personen Ende 2024.
https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/bevoelkerung/stand-entwicklung.html ↗
BFS HaushaltsbudgeterhebungTabelle nach Einkommensklasse T20.02.01.00.12, Blatt 2015–2017 (neueste Querschnittsperiode)
Haushaltsbudgeterhebung (HABE): Einkommen, Steuern und Vermögenseinkommen der Haushalte nach Einkommensklasse
Bundesamt für Statistik (BFS)
Tabelle «Haushaltseinkommen und -ausgaben nach Einkommensklasse» (T20.02.01.00.12, Asset 10867300), Blatt 2015–2017. Die fünf Einkommensklassen sind die Quintile der Bruttoeinkommensverteilung (Note 8 der Tabelle), je 20 % der Haushalte. Reproduzierbar via scripts/05_extract_habe.py → src/data/habe.json; je Spalte werden die Zeilen «Bruttoeinkommen», «Einkommen aus Vermögen und Vermietung» und «Steuern» (in CHF/Monat, Mittelwert) gelesen. Arbeiterhaushalt = mittleres Einkommensfünftel (enthält den Median, Bruttoeinkommen 8573 CHF/Monat): Einkommen aus Vermögen und Vermietung 219 CHF/Monat = 2,6 %, Steuern (Einkommen und Vermögen) 868 CHF/Monat = 10,1 % des Bruttoeinkommens. Zeit, die ganze Jahressteuer allein aus dem passiven Vermögenseinkommen zu verdienen: 10,1 % ÷ 2,6 % ≈ 868 ÷ 219 ≈ 4,0 Jahre, gegenüber den ~103 Tagen der Superreichen also rund vierzehnmal so lange. Aus dem gesamten Einkommen (vor allem Arbeit) ist dieselbe Steuersumme in 10,1 % eines Jahres ≈ 37 Tagen verdient. Mittelständischer Haushalt = Durchschnitt aller Haushalte (Spalte «Sämtliche», Bruttoeinkommen 9951 CHF/Monat): Steuern 1166 CHF/Monat = 11,7 %, Einkommen aus Vermögen und Vermietung 444 CHF/Monat = 4,5 %; das ergibt 11,7 % ÷ 4,5 % ≈ 2,6 Jahre bzw. ≈ 43 Tage. Der Durchschnitt liegt beim Vermögenseinkommen über dem Median, weil die Vermögensspitze den Schnitt nach oben zieht (oberstes Fünftel: Vermögenseinkommen 6,9 % des Bruttoeinkommens). Die HABE rechnet keinen Eigenmietwert als Einkommen ein. Die Querschnittstabellen erscheinen nur als Mehrjahres-Pool; 2015–2017 ist die aktuellste.
https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/wirtschaftliche-soziale-situation-bevoelkerung/einkommen-verbrauch-vermoegen/haushaltsbudget.assetdetail.10867300.html ↗
BFS Unternehmensgruppen (STAGRE)Tabelle T 6.6.3, Daten bis 2024 (Umsatz bis 2023)
Statistik der Unternehmensgruppen (STAGRE): Gruppen, Unternehmen, Beschäftigte und Umsatz nach Sitzland, 2014–2024
Bundesamt für Statistik (BFS)
Tabelle «Anzahl Unternehmensgruppen, Unternehmen, Beschäftigte und Umsatz nach Sitzland» (T 6.6.3, DAM-Asset 36244614), vier Blätter. «Sitzland» = Land des Gruppenoberhaupts; Zeile «Schweiz» = inländisch kontrolliert, Auslandskontrolle = «Total» minus «Schweiz». Je Blatt das neueste Jahr mit beiden Werten. 2024: 66 293 Unternehmen in Gruppen, davon 46 822 (70,6 %) schweizerisch und 19 471 (29,4 %) ausländisch kontrolliert; Beschäftigte 2 136 580, davon 73,0 % schweizerisch, 27,0 % ausländisch kontrolliert. Umsatz 2023: 2 572,5 Mrd. CHF, davon nur 37,3 % schweizerisch, aber 62,7 % ausländisch kontrolliert. Kernaussage: ausländisch kontrollierte Konzerne stellen knapp ein Drittel der Firmen und gut ein Viertel der Jobs, machen aber fast zwei Drittel des Umsatzes. Reproduzierbar via scripts/06_extract_ownership.py → src/data/ownership.json (Feld firmen).
https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/industrie-dienstleistungen/stagre/stamet.html ↗
SNB HaushaltsvermögenCube frsekgevehup, Jahresreihe, neuestes Jahr 2025
Vermögensbilanz der privaten Haushalte: Reinvermögen (Finanz- und Sachvermögen minus Verpflichtungen)
Schweizerische Nationalbank (SNB)
Reinvermögen aller privaten Haushalte der Schweiz (Code RVM): Finanzanlagen plus Immobilien minus Verpflichtungen. Neuester Wert (2025): rund 5132 Mrd. CHF. Dient als Nenner für die Vermögenskonzentration an der Spitze: die 300 Reichsten (851,5 Mrd., Bilanz-Liste 2025, Quelle bilanz300) besitzen davon rund 17 % (851,5 ÷ 5132 = 0,166). Abgrenzung: SNB misst die Haushaltsbilanz, die Bilanz-Vermögen sind marktnahe Schätzwerte inklusive Firmenbeteiligungen; Grössenordnung vergleichbar, Methodik nicht identisch. Reproduzierbar via scripts/06_extract_ownership.py → src/data/ownership.json (Feld reichste), CSV über die offene SNB-Daten-API (Code RVM, neuestes Jahr).
https://data.snb.ch/de/topics/uvo/cube/frsekgevehup ↗
BFS GebäudeeigentumTabelle T 09.02.05.04, Blatt 2022 (Schweiz ohne ZH und VS)
Statistik der Eigentümertypen der Gebäude: Gebäude nach Eigentümertyp (registerbasiert, GWR und Grundbuch), 2022
Bundesamt für Statistik (BFS)
Gebäude nach Eigentümertyp, registerbasiert (Gebäude- und Wohnungsregister verknüpft mit Grundbuch), Stand 31.12.2022, DAM-Asset 27885505, Blatt «2022», Zeile «Total (Schweiz ohne ZH und VS)». Von 1 438 755 Gebäuden gehören 964 272 (67,0 %) natürlichen Personen, 171 612 (11,9 %) juristischen Personen (v. a. AG, Genossenschaften, Stiftungen, öffentliche Hand), 206 568 (14,4 %) Gemeinschaften (Erbengemeinschaften, einfache Gesellschaften) und 96 303 (6,7 %) gemischtem oder unbekanntem Eigentum. Caveat: Gebäudezählung (nicht Wohnungen) und ohne die Kantone Zürich und Wallis; die Zählung gewichtet Einfamilienhäuser stark, die institutionelle Konzentration bei den Mietwohnungen ist grösser. Reproduzierbar via scripts/06_extract_ownership.py → src/data/ownership.json (Feld gebaeude).
https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/bau-wohnungswesen.assetdetail.27885505.html ↗
Raiffeisen Immobilien SchweizStudie «Immobilien Schweiz Q4/20», Medienmitteilung 12.11.2020
Immobilien Schweiz Q4/20: Eigentümeranteile am Schweizer Wohnungs- und Mietwohnungsbestand
Raiffeisen Economic Research (Datenbasis Wüest Partner)
Eigentümerstruktur des Mietwohnungsbestands der Schweiz: Privatpersonen 49 %, institutionelle Anleger (Pensionskassen, Versicherungen, Immobilienfonds) 33 %, Genossenschaften 8 %, klassische Immobilienfirmen 7 %, öffentliche Hand 4 %. Über den gesamten Wohnungsbestand (rund 4,5 Mio. Einheiten) halten Privatpersonen 57 %. Der Anteil institutioneller Anleger an den Mietwohnungen steigt seit Jahren (2000 rund ein Viertel). Modellbasierte Schätzung von Wüest Partner / Raiffeisen, keine amtliche Vollerhebung; als kuratierte Drittquelle geführt (analog zu LITRA, bezug=kuratiert), reproduziert via scripts/06_extract_ownership.py → src/data/ownership.json (Feld mietwohnungen).
https://www.raiffeisen.ch/rch/de/ueber-uns/news/rch/immobilien-schweiz-q4-20.html ↗
Weltbank BIP SchweizIndikator NY.GDP.MKTP.CN, Jahresreihe bis 2024
Nominales Bruttoinlandsprodukt der Schweiz (current LCU, CHF), Indikator NY.GDP.MKTP.CN
Weltbank (Datengrundlage: Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung BFS/SECO)
Nominales BIP der Schweiz in laufenden Franken, Jahresreihe (z. B. 2024 rund 825 Mrd. CHF). Dient als BIP-Nenner für zwei Verläufe in der Sektion «Wem gehört die Schweiz?»: gesamtes Privatvermögen (SNB) als Vielfaches des BIP (2000–2024, von rund 4,3 auf rund 6) und Vermögen der 300 Reichsten (Bilanz) als Anteil am BIP (2022–2024, rund 100 %). Fetchbar als JSON über die offene Weltbank-API; reproduziert via scripts/07_extract_ownership.py. Die Weltbank übernimmt die offiziellen Schweizer Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (BFS/SECO).
https://data.worldbank.org/indicator/NY.GDP.MKTP.CN?locations=CH ↗
BlackRock (REFLEKT/WAV)Recherche, Daten um 2020
BlackRock-Beteiligungen an börsenkotierten Schweizer Immobilienunternehmen
REFLEKT / WAV-Recherchekollektiv
Obwohl die Lex Koller den direkten Erwerb von Wohnimmobilien durch Personen im Ausland verbietet, ist die indirekte Beteiligung über börsenkotierte Aktien zulässig. Der weltgrösste Vermögensverwalter BlackRock hält laut WAV-Recherche rund 6 % der Aktien der börsenkotierten Schweizer Immobilienunternehmen (rund 2 Mrd. CHF, verteilt auf 17 Firmen); innert zehn Jahren hat sich die Beteiligung fast verzwanzigfacht (2010: sechs Firmen, knapp 100 Mio.). An der Swiss Prime Site hält BlackRock über 12 %. Kuratierte Drittquelle (bezug=kuratiert) in src/data/ownership.json (Feld boden.blackrock); zeigt den indirekten Auslandsbesitz trotz Lex Koller.
https://reflekt.ch/blackrock/ ↗
BFS WohnungsstatistikDatenstand 31.12.2023 (kumuliert 2021–2023)
Gebäude- und Wohnungsstatistik: Eigentümertyp der Mietwohnungen, kumuliert 2021–2023
Bundesamt für Statistik (BFS)
Eigentümertyp der Mietwohnungen (registerbasiert). 2023 gehörten rund 45 % der Mietwohnungen Privatpersonen, rund ein Drittel institutionellen Anlegern (Pensionskassen, Versicherungen, Immobilienfonds); der Privatanteil sinkt (2021 noch 47 %). Deutlich nach Bauperiode: Mietwohnungen aus der Zeit vor 1946 gehören zu 65 % Privatpersonen, jene nach 2000 nur noch zu 32 %, der Rest institutionellen Eigentümern. Regional am tiefsten in Genf (27 % privat), am höchsten im Wallis (69 %) und Tessin (67 %). Kuratierte BFS-Werte (bezug=kuratiert) in src/data/ownership.json (Feld wohnungen_bfs); ergänzt die ältere Raiffeisen-Schätzung um eine amtliche, aktuellere Quelle samt Bauperioden-Trend.
https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/bau-wohnungswesen/wohnungen/mietwohnungen.html ↗
BFS Landwirtschaft (Pacht)Strukturerhebung, Reihe 1980–2020
Landwirtschaftliche Strukturerhebung: Pachtanteil an der landwirtschaftlichen Nutzfläche
Bundesamt für Statistik (BFS)
Anteil der Pachtflächen an der landwirtschaftlichen Nutzfläche, steigend mit dem Strukturwandel: 1980 rund 37 %, 2005 rund 43 %, 2016 rund 45 %, um 2020 gegen die Hälfte (rund 47 %). Verpachtet wird von anderen Bauern, Privatpersonen, der öffentlichen Hand und Firmen. Flächenmässig gelten die Bauern als grösste Grundbesitzergruppe der Schweiz (LID/proplanta). Kuratierte Reihe (bezug=kuratiert) in src/data/ownership.json (Feld boden.pacht).
https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/land-forstwirtschaft/landwirtschaft/strukturen.html ↗
UBS/CS Wohnungen (watson)Medienbericht 2023
Die neue Monsterbank wird grösster Akteur im Immobiliengeschäft (UBS + CS rund 70 000 Wohnungen)
watson
Vor der Übernahme hielt die UBS rund 37 000, die Credit Suisse rund 35 317 Wohnungen; zusammen knapp 70 000 Wohnungen, womit die UBS Swiss Life als grösste Wohnungsbesitzerin der Schweiz ablöst. Medienrecherche (Drittquelle), kuratiert; in src/data/ownership.json (Feld boden.groesste).
https://www.watson.ch/schweiz/wirtschaft/865270518-die-neue-monsterbank-wird-auch-zum-groessten-akteur-im-immobiliengeschaeft ↗
BFS WohneigentumsquoteStrukturerhebung, Reihe 2010–2024
Bewohnte Wohnungen nach Bewohnertyp und Wohneigentumsquote, nach Kanton (T 09.03.02.01.03), 2010–2024
Bundesamt für Statistik (BFS)
Wohneigentumsquote = Anteil der dauernd bewohnten Wohnungen, die von ihren Eigentümern selbst bewohnt werden. Tabelle T 09.03.02.01.03 (DAM-Asset 36398362), ein Blatt je Jahr; gelesen wird die Zeile «Schweiz», Spalte «Wohneigentumsquote, Anteil in %». Reihe: Höchststand 2015 (38,4 %), seither rückläufig auf 35,7 % (2024), im internationalen Vergleich tief. Reproduzierbar via scripts/07_extract_ownership.py → src/data/ownership.json (Feld wohneigentum, inkl. serie/peak).
https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/bau-wohnungswesen/wohnungen/wohnverhaeltnisse.html ↗
Bilanz Immo-RankingBilanz-Recherche (ohne Gewähr auf Vollständigkeit)
Ranking: Die grössten Schweizer Immobilienbesitzer
Bilanz
Eigene Bilanz-Recherche zu den grössten Immobilienbesitzern der Schweiz (es gibt kein amtliches Register). In der Flächen-Rangliste steht die SBB mit 94,4 Mio. m² auf Rang 1, Swiss Life mit über 3 Mio. m² auf Rang 4; Swiss Life gilt als grösste private Immobilieneigentümerin nach Fläche. Drittquelle (Medienrecherche), kuratiert; in src/data/ownership.json (Feld boden.groesste).
https://www.bilanz.ch/panorama/bildergalerie/ranking-das-sind-die-grossten-schweizer-immo-besitzer ↗
Lex Koller beibehalten (Bundesrat)Medienmitteilung, Aufhebungsverzicht 2013/2014
Die Lex Koller beibehalten
Der Bundesrat (admin.ch)
Offizielle Begründung für den Verzicht auf die Aufhebung der Lex Koller: Die Lage am Immobilien- und Finanzmarkt hatte sich verändert, und eine Aufhebung hätte schwerwiegende volkswirtschaftliche Folgen, namentlich zusätzlichen Druck auf die ohnehin sehr hohen Immobilien- und Mietpreise sowie auf den Schweizer Franken. Der Bundesrat unterstützte die Aufhebung 2007, nahm 2013 mit einer Zusatzbotschaft davon Abstand, und das Parlament behielt die Lex Koller bei. Wie die ebenfalls amtliche Quelle lex_koller_reform blockiert die admin.ch-Seite automatisierte Abrufe, ist im Browser aber erreichbar. Drittquelle (amtlich); Kontext zur Sektion (kein Datenfeld).
https://www.admin.ch/de/nsb?id=50930 ↗
Lex Koller, Bundesstudie (SRF)Sendung 10 vor 10, Abruf Juni 2026
Teure Mieten bei Abschaffung der Lex Koller (10 vor 10)
Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)
Im Streit um die vom Bundesrat angestrebte Aufhebung der Lex Koller zeigte eine Studie des Bundes, dass eine Abschaffung die Mietpreise steigen liesse (Beitragstitel «Teure Mieten bei Abschaffung der Lex Koller»). Der drohende Druck auf die ohnehin hohen Immobilien- und Mietpreise war ein Hauptgrund, weshalb die Aufhebung fallengelassen und die Lex Koller beibehalten wurde. Drittquelle; Kontext zur Sektion (kein Datenfeld).
https://www.srf.ch/play/tv/10-vor-10/video/teure-mieten-bei-abschaffung-der-lex-koller?urn=urn:srf:video:26b9489e-effd-4802-b3e4-4b1e737743ae ↗
Lex-Koller-AusnahmenAbruf Juni 2026
Lex Koller: strenger Ruf, lockere Realität (bewilligungsfreie Fälle)
Grundeigentümer Verband Schweiz
Wichtige Ausnahmen von der Bewilligungspflicht: EU-/EFTA-Staatsangehörige mit tatsächlichem Wohnsitz in der Schweiz gelten nicht als Personen im Ausland und können unbeschränkt erwerben; Drittstaatsangehörige mit Aufenthaltsbewilligung B und Wohnsitz dürfen eine selbstbewohnte Hauptwohnung bewilligungsfrei kaufen; Grenzgänger eine Zweitwohnung im Grenzraum; und Betriebsstätten bzw. Geschäftsliegenschaften sind unabhängig von Herkunft und Status bewilligungsfrei. Drittquelle; Kontext zur Sektion (kein Datenfeld).
https://www.propertyowner.ch/de/lex-koller-strenger-ruf-lockere-realitaet/ ↗
Lex Koller EU/EFTA (Engel & Völkers)Abruf Juni 2026
Lex Koller Ratgeber: Immobilienerwerb durch EU/EFTA-Bürger
Engel & Völkers (Schweiz)
EU-/EFTA-Bürger mit Aufenthaltsbewilligung B oder Niederlassungsbewilligung C und Wohnsitz in der Schweiz sind Schweizer Bürgern beim Immobilienerwerb gleichgestellt und können laut Quelle «unbeschränkt sämtliche Immobilienarten bewilligungsfrei erwerben. Dazu gehören beispielsweise auch Mehrfamilienhäuser oder Zweitwohnungen», also auch reine Renditeobjekte und nicht nur eine selbstbewohnte Wohnung. Geschäftsliegenschaften (ständige Betriebsstätte eines Handels- oder Fabrikationsgewerbes, z. B. Büro-, Fabrik- oder Hotelbauten, Arztpraxen) sind unabhängig von der Herkunft bewilligungsfrei. Drittquelle; Kontext zur Sektion (kein Datenfeld).
https://www.engelvoelkers.com/ch/de/ressourcen/lex-koller ↗
Lex Koller Geschichte (Wikipedia)Abruf Juni 2026
Lex Koller: Entstehung, Lockerungen und Aufhebungsversuche
Wikipedia
Geschichte des Bundesgesetzes über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland: Vorläufer wie die «Lex von Moos» (1961) sollten die «Überfremdung des einheimischen Bodens» bekämpfen; das heutige Gesetz (Lex Friedrich, in Kraft 1985) trägt seit der Revision 1997 den Namen von Bundesrat Arnold Koller. 1997 wurde im Rahmen eines Konjunkturprogramms der Erwerb von Geschäftsliegenschaften vollständig liberalisiert; 2005 wurde der Kauf von Anteilen an börsenkotierten Schweizer Immobiliengesellschaften durch Personen im Ausland zugelassen. 2007 wollten alle grossen Parteien das Gesetz aufheben (bundesrätliche Aufhebungsvorlage); 2012 und 2013 beerdigten beide Parlamentskammern die Vorlage; ein Revisionsversuch von 2017 zur Rücknahme der Lockerungen scheiterte am Widerstand aus Wirtschaft und Politik. Drittquelle; Kontext zur Sektion (kein Datenfeld).
https://de.wikipedia.org/wiki/Lex_Koller ↗
BewG (Fedlex)Abruf Juni 2026
Bundesgesetz vom 16. Dezember 1983 über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland (BewG), SR 211.412.41
Schweizerische Eidgenossenschaft, Fedlex
Amtlicher Gesetzestext (Systematische Rechtssammlung SR 211.412.41, Amtliche Sammlung AS 1984 1148). Das Gesetz datiert vom 16. Dezember 1983 und trat am 1. Januar 1985 in Kraft (Lex Friedrich); die Änderungschronik der Fundstelle dokumentiert die späteren Revisionen, darunter die Lex-Koller-Revision von 1997. Primärquelle für Titel, Erlassdatum und Inkrafttreten.
https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/1984/1148_1148_1148/de ↗
Ausverkauf der Heimat (HLS)Abruf Juni 2026
Ausverkauf der Heimat
Historisches Lexikon der Schweiz (HLS)
Wissenschaftliche Referenz zur Gesetzeskette gegen den «Ausverkauf der Heimat»: Bundesbeschluss vom 23. März 1961 («Lex von Moos», erstmals Bewilligungspflicht für den Grundstückerwerb durch Personen im Ausland), die Verschärfung «Lex Furgler» (in Kraft 1. Februar 1974) und das Bundesgesetz vom 16. Dezember 1983 («Lex Friedrich») als indirekter Gegenvorschlag zur Volksinitiative «gegen den Ausverkauf der Heimat». Drittquelle; Kontext zur Sektion (kein Datenfeld).
https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/017357/ ↗
Lex-Koller-Chronik (law.ch)Abruf Juni 2026
Immobilienerwerb durch Ausländer / Lex Koller: History
LAWINFO (law.ch)
Chronologie der Namenskette mit Daten: «Lex von Moos» (23. März 1961, befristete Bewilligungspflicht), «Lex Celio» (notrechtlicher Bundesratsbeschluss vom 26. Juni 1972 gegen die Anlage ausländischen Kapitals in inländische Grundstücke), «Lex Furgler» (in Kraft 1. Februar 1974, strengere Umgehungsregeln, schärfere Voraussetzungen für Ferienwohnungen, verstärkte Bundesaufsicht), «Lex Friedrich» (BewG vom 16. Dezember 1983, in Kraft 1. Januar 1985) und «Lex Koller» (Revision 1997). Drittquelle; Kontext zur Sektion (kein Datenfeld).
https://law.ch/lawinfo/immobilienerwerb-durch-auslaender/history/ ↗
Hiag/Grisard (Bilanz)Medienbericht
Hiag: Das diskrete Immobilienreich der Grisards
Bilanz
Das Familienunternehmen Hiag (Familie Grisard) verfügt über Industrieareale mit rund 2,6 km² Gesamtfläche und ist einer der grössten privatwirtschaftlichen Flächenbesitzer der Schweiz. Bilanz-Recherche (Drittquelle), kuratiert; in src/data/ownership.json (Feld boden.groesste).
https://www.bilanz.ch/unternehmen/hiag-das-diskrete-immobilienreich-der-grisards-127603 ↗
WAV «Wem gehört Zürich»Recherche
Diesen Unternehmen gehört der Zürcher Wohnraum (Grundbuch-Auswertung)
Tsri / WAV-Recherchekollektiv
Es gibt kein nationales Eigentümerregister: Wer Wohnraum besitzt, wird erst durch aufwendige manuelle Auswertungen der kantonalen Grundbücher sichtbar. Das WAV-Recherchekollektiv hat dies für die Stadt Zürich getan und die grössten Wohnraum-Eigentümer offengelegt. Drittquelle; belegt die Aussage, dass Bodenbesitz in der Schweiz nicht zentral erfasst ist.
https://tsri.ch/a/ubs-swiss-life-abz-diesen-unternehmen-gehoert-der-zuercher-wohnraum ↗
Lex-Koller-Reform (Bundesrat)Medienmitteilung 15. April 2026
Bundesrat will den Grundstückerwerb für Personen im Ausland weiter beschränken
Der Bundesrat (admin.ch)
Der Bundesrat eröffnete am 15. April 2026 die Vernehmlassung (bis 15. Juli 2026) zur Verschärfung der Lex Koller. Geplant sind u. a. eine Bewilligungspflicht für den Wohnungskauf durch Drittstaatsangehörige, eine Einschränkung des Ferienwohnungskaufs sowie ein grundsätzliches Verbot für Personen im Ausland, börsenkotierte Anteile an Wohnimmobiliengesellschaften und regelmässig gehandelte Anteile an Immobilienfonds zu erwerben. Kontext zur Sektion (kein Datenfeld).
https://www.admin.ch/de/newnsb/4mzivVX5Ko4dpap06YtuI ↗
F-35A Beschaffung (VBS)März 2026
F-35A: Bundesrat beschafft weniger als die beabsichtigten 36 Flugzeuge
Cockpit, das Schweizer Luftfahrt-Magazin (nach VBS-Armeebotschaft 2026)
Volkskredit CHF 6,035 Mrd. (Volksabstimmung September 2020), indexiert auf CHF 6,429 Mrd. (Ende 2025). Nachtragskredit (Armeebotschaft 2026): CHF 394 Mio. Total: CHF 6,823 Mrd. für 30 F-35A. Preis pro Jet: 6 823 000 000 / 30 = CHF 227 433 333 (gerundet CHF 227 Mio.). Reine Beschaffungskosten ohne Betrieb (30 Jahre geschätzt: rund CHF 15,5 Mrd.).
https://www.cockpit.aero/rubriken/detailseite/news/f-35a-bundesrat-beschafft-weniger-als-die-beabsichtigten-36-flugzeuge ↗
LITRA Verkehrszahlen 2024Ausgabe 2024 (PDF), Grafik «Finanzierung öffentlicher Verkehr»
Verkehrszahlen 2024: Finanzierung des öffentlichen Verkehrs (Kundenertrag Personenverkehr)
LITRA, Informationsdienst für den öffentlichen Verkehr
Schätzung der LITRA: Kundenertrag Personenverkehr des gesamten öV (alle Transportunternehmen, Bahn, Bus, Tram zusammen) rund CHF 7'482 Mio. pro Jahr. Einordnungsgrösse für das «Was tun mit dem Geld?»-Modul: der Anteil «öV-Billette verbilligen» rechnet Aufkommen ÷ 7'482 Mio. Nominal, gerundet.
https://litra.ch/media/article_images/2024/08/Verkehrszahlen_2024_DE.pdf ↗
Gary Stevenson (Werdegang & These)Abruf Juni 2026
Gary Stevenson: Werdegang und Ungleichheitsthese, Masterarbeit «The Impact of Inequality on Asset Prices When Households Care About Wealth»
Wikipedia (englischsprachig)
Belegt qualitativ die Argumente des früheren Citibank-Händlers Gary Stevenson (Gary's Economics), nicht einzelne Zahlen. Werdegang: Studium an der LSE, ab 2008 Zinshändler bei Citibank, 2011 profitabelster Händler der Bank; er verdiente, indem er gegen eine Zinserhöhung wettete, weil die Ungleichheit die Nachfrage drückt. Masterarbeit (Oxford, 2019): «The Impact of Inequality on Asset Prices When Households Care About Wealth». Kernthese: Reiche sparen, statt zu konsumieren, und kaufen Vermögenswerte (vor allem Immobilien); das drückt die Nachfrage und treibt zugleich die Preise von Vermögenswerten über die Löhne; gewöhnliche Haushalte müssen Vermögen verkaufen und es von den Besitzenden zurückmieten; das Verhältnis von Vermögenspreisen zu Löhnen verschlechtert sich, bis Wohneigentum für arbeitende Menschen unerreichbar wird und vor allem ererbtem Vermögen vorbehalten bleibt. Lösung laut Stevenson: eine Vermögenssteuer.
https://en.wikipedia.org/wiki/Gary_Stevenson_(economist) ↗
Gary Stevenson (Interview, equals)Abruf Juni 2026
Gary Stevenson on how wealth inequality is destroying the world economy
equals (equals.ink)
Belegt qualitativ Stevensons Mechanismus, nicht einzelne Zahlen. Er beschreibt einen langfristigen, systemischen Vermögenstransfer weg von Mittelschicht und Staat hin zu einer kleinen superreichen Elite: Die Reichen häufen Vermögenswerte an, statt für Güter und Dienstleistungen auszugeben, das senkt die Gesamtnachfrage; gewöhnliche Haushalte müssen Vermögen verkaufen und steigende Mieten zahlen, während die Löhne mit den Vermögenspreisen nicht Schritt halten. Die tiefen Zinsen nach 2008 begünstigten Vermögensbesitzer statt arbeitende Menschen. Stevenson plädiert für eine Vermögenssteuer als zentrale Lösung.
https://www.equals.ink/p/gary-stevenson-on-wealth-inequality ↗
Social Europe (Ungleichheit & Demokratie)2025, Abruf Juni 2026
How the Billionaire Boom Is Fueling Inequality and Threatening Democracy
Social Europe
Belegt qualitativ den Zusammenhang von extremer Vermögenskonzentration und Gefährdung der Demokratie, nicht einzelne Zahlen (die im Artikel zitierten Sekundärzahlen werden auf der Seite nicht als Datenpunkte ausgewiesen). Mechanismen: konzentriertes Vermögen verschafft überproportionalen Einfluss auf Politik (Lobbying), Medien (Eigentum, z. B. Washington Post) und öffentliche Debatte (Plattformen); wo wirtschaftliche Systeme die Mehrheit im Stich lassen, erodiert Vertrauen und der Weg zum Autoritarismus öffnet sich. Der Artikel verweist auf Forschung, wonach steigende Einkommensungleichheit mit wachsender Zustimmung zu populistischen Parteien einhergeht.
https://www.socialeurope.eu/how-the-billionaire-boom-is-fueling-inequality-and-threatening-democracy ↗
Gary’s Economics (YouTube)Abruf Juni 2026
Garys Economics: YouTube-Kanal von Gary Stevenson
Gary Stevenson (Gary’s Economics)
Primaerquelle von Gary Stevensons Argumenten in Videoform. Die je Hintergrund-Artikel verlinkten Videos sind ueber die YouTube-oEmbed-API geprueft (author_name «Garys Economics», Titel und Erreichbarkeit bestaetigt): Aufkauf «The rich will fuel a huge asset price rally» (clwnPPhqK2A); Geldfluss «How COVID-19 MAKES the Rich Richer - Gary EXPLAINS the theory» (EiblHqbpXHs); Demokratie «UK Budget – The End of Democracy?» (g0lEbH2kEw8); Steuerluecke «How the rich make taxes unpopular» (rQg24dralYY); Wirtschaft «COVID-19 & INEQUALITY: Why the rich are getting richer but the economy will NOT recover» (1YrDt8z0dKE); Loesung «Is a wealth tax actually possible?» (gHrxoKEnvEs). Die Videos belegen qualitativ die zugeordneten Argumente, keine einzelnen Zahlen.
https://www.youtube.com/@garyseconomics ↗
ZGB, Öffentlichkeit des GrundbuchsFassung in Kraft seit 1. Januar 2023, Abruf Juni 2026
Schweizerisches Zivilgesetzbuch (ZGB, SR 210): Art. 970 (Öffentlichkeit des Grundbuchs), Art. 949c (gesamtschweizerische Grundstücksuche)
Schweizerische Eidgenossenschaft, Fedlex
Art. 970 Abs. 1: Einsicht oder Auszug erhält nur, wer ein Interesse glaubhaft macht. Abs. 2: ohne Interessennachweis ist jede Person nur zur Auskunft über die Bezeichnung des Grundstücks, den Namen und die Identifikation des Eigentümers sowie Eigentumsform und Erwerbsdatum berechtigt. Abs. 3: der Bundesrat bezeichnet weitere öffentliche Angaben und beachtet dabei den Schutz der Persönlichkeit. Art. 949c: die gesamtschweizerische Suche nach Grundstücken einer Person ist berechtigten Behörden zur Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgaben vorbehalten, nicht der Öffentlichkeit.
https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/24/233_245_233/de ↗
Grundbuchverordnung (GBV)Fassung in Kraft seit 1. Januar 2023, Abruf Juni 2026
Grundbuchverordnung (GBV, SR 211.432.1): Art. 26 (öffentlich zugängliche Daten), Art. 27 (elektronischer Zugang), Art. 34a–34i (Grundstücksuchdienst)
Schweizerische Eidgenossenschaft, Fedlex
Art. 26 Abs. 2 wörtlich: «Eine Auskunft oder ein Auszug darf nur für ein bestimmtes Grundstück abgegeben werden.» Art. 27 Abs. 2 wörtlich: «Sie stellen sicher, dass die Daten nur grundstücksbezogen abgerufen werden können und dass die Auskunftssysteme vor Serienabfragen geschützt sind.» Art. 34a–34i: der Bund (Eidg. Amt für Grundbuch- und Bodenrecht EGBA) betreibt den nationalen Grundstücksuchdienst, Zugriff nur für berechtigte Behörden.
https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2011/667/de ↗
Datenschutzgesetz (DSG)In Kraft seit 1. September 2023, Abruf Juni 2026
Bundesgesetz über den Datenschutz (DSG, SR 235.1)
Schweizerische Eidgenossenschaft, Fedlex
Das Datenschutzrecht gilt auch für öffentlich zugängliche Personendaten. Das systematische Zusammenführen einzeln zugänglicher Grundbuchdaten zu Personen- oder Eigentumsprofilen bleibt ihm unterstellt; dies stützt die Begründung der grundstücksbezogenen Beschränkung.
https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2022/491/de ↗
Steiger Legal, Online-Grundbuch Zürich10. Januar 2025, Abruf Juni 2026
Eigentümer im Kanton Zürich können Abfrage im Online-Grundbuch sperren lassen
Steiger Legal (Martin Steiger)
Belegt, dass Kantone die öffentliche Online-Abfrage zusätzlich einschränken: im Kanton Zürich können Eigentümer ihren Eintrag von der Online-Abfrage des Grundbuchs sperren lassen.
https://steigerlegal.ch/2025/01/10/sperrung-online-grundbuch-kanton-zuerich/ ↗
The Equality Trust (Kriminalität)Abruf Juni 2026
The Equality Trust: Crime (Zusammenhang von Einkommensungleichheit und Kriminalität)
The Equality Trust
Forschungsüberblick der britischen NGO The Equality Trust (aufbauend u. a. auf Wilkinson und Pickett). Wörtlich: «The link between economic inequality and both property crime and violent crime is well established.» Zur Unterscheidung der Deliktarten: «Property crime and some types of violent crime – homicide, murder and robbery – are related very strongly to changing income inequality», während der Zusammenhang bei anderen Gewalttaten wie Vergewaltigung und Körperverletzung mehrdeutiger ist. Grössenordnung (zitiertes Rechenbeispiel der Seite): eine Senkung der Ungleichheit von spanischem auf kanadisches Niveau brächte rund 20 % weniger Tötungsdelikte und rund 23 % weniger Raubdelikte. Belegt qualitativ die Argumente im Hintergrund-Artikel «Warum Ungleichheit die Kriminalität anheizt», keine Schweizer Rohzahl.
https://equalitytrust.org.uk/crime/ ↗
The Equality Trust (Gewalt)Abruf Juni 2026
The Equality Trust: Violence (Ungleichheit und Gewaltkriminalität)
The Equality Trust
Forschungsüberblick der britischen NGO The Equality Trust. Wörtlich: «The link between inequality and homicide rates has been shown in as many as 40 studies» und «there are five-fold differences in murder rates between different countries related to inequality». Zum Mechanismus: Gewalt sei in ungleicheren Gesellschaften häufiger, weil sie oft dadurch ausgelöst werde, dass Menschen sich «looked down, disrespected and loss of face» fühlten (Status, Missachtung, Gesichtsverlust). Belegt qualitativ die Argumente im Hintergrund-Artikel «Warum Ungleichheit die Kriminalität anheizt», keine Schweizer Rohzahl.
https://equalitytrust.org.uk/violence/ ↗
Weltbank (Fajnzylber/Lederman/Loayza)1998 (Journal-Fassung «Inequality and Violent Crime», Journal of Law and Economics 45(1), 2002)
Determinants of Crime Rates in Latin America and the World: An Empirical Assessment
Pablo Fajnzylber, Daniel Lederman, Norman Loayza; The World Bank (Latin American and Caribbean Studies, Viewpoints)
Empirische Weltbank-Studie über Tötungs- und Raubraten in einem grossen Länderpanel. Kernbefund wörtlich (Executive Summary, S. vii): «The results show that increases in income inequality raise crime rates, deterrence effects are significant, crime tends to be counter-cyclical, and criminal inertia is significant even after controlling for other potential determinants of homicide and robbery rates.» Entscheidend ist die Einkommensungleichheit, nicht die blosse Höhe des Durchschnittseinkommens; die Autoren deuten den Zusammenhang als Wirkung von der Ungleichheit auf die Kriminalität. Direkt fetchbares PDF aus dem offiziellen Dokumentenportal der Weltbank (HTTP 200). Belegt qualitativ den kausalen Kern im Hintergrund-Artikel «Warum Ungleichheit die Kriminalität anheizt».
https://documents1.worldbank.org/curated/en/198251468752978462/pdf/multi-page.pdf ↗
Wikström & Treiber (Benachteiligung & Kriminalität)2016, Abruf Juni 2026
Social Disadvantage and Crime: A Criminological Puzzle
Per-Olof H. Wikström, Kyle Treiber; American Behavioral Scientist
Kriminologische Untersuchung zum Zusammenhang von sozialer Benachteiligung und Straffälligkeit (Peterborough-Studie, PADS+). Wörtlich: «Those who work with persistent offenders (and prisoners) on a regular basis are keenly aware that most come from disadvantaged backgrounds» und «Although most persistent offenders come from disadvantaged backgrounds, most people from disadvantaged backgrounds do not become persistent offenders.» Konkret: «a substantial majority (70.4%) of the sample's persistent offenders came from disadvantaged backgrounds, but the majority of young people from disadvantaged backgrounds (93%) did not become persistent offenders.» Belegt im Hintergrund-Artikel «Warum Ungleichheit die Kriminalität anheizt», dass die meisten Mehrfachtäter und Gefangenen aus benachteiligten Verhältnissen stammen, Benachteiligung aber nicht Kriminalität bedeutet.
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC4962323/ ↗
BFS Polizeiliche KriminalstatistikJahresbericht 2024, publiziert 24. März 2025
Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS), Jahresbericht 2024 der polizeilich registrierten Straftaten
Bundesamt für Statistik (BFS) in Zusammenarbeit mit der Konferenz der kantonalen Polizeikommandantinnen und -kommandanten (KKPKS)
Belegt, dass die Kriminalität in der Schweiz steigt. PKS 2024: 563 633 Straftaten gegen das Strafgesetzbuch (StGB), das sind 7,9 % mehr als 2023. Die Vermögensstraftaten nahmen zum dritten Mal in Folge zu (rund +8 %) und sind der Haupttreiber des Anstiegs. Die Gewaltstraftaten stiegen um 3,3 % auf 48 943 Delikte (anhaltender Aufwärtstrend); die schweren Gewaltstraftaten erreichten mit 2456 Fällen (+19,4 %) den höchsten Wert seit 2009. Einzig die vollendeten Tötungsdelikte gingen zurück (−15,1 %). Die PKS erfasst die polizeilich registrierten Straftaten (Hellfeld), nicht die Dunkelziffer. Co-Publikation BFS/KKPKS vom 24.03.2025; die Detailzahlen stehen im Jahresbericht 2024 und in den BFS-Würfeln zur Kriminalität. Belegt die Startseiten-Aussage «steigende Kriminalität» und den Schweiz-Abschnitt im Artikel «Warum Ungleichheit die Kriminalität anheizt».
https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/kriminalitaet-strafrecht/erhebungen/pks.html ↗
Methodische Ehrlichkeit
- Steuerbares Vermögen ≠ Marktvermögen. Die ESTV-Daten enthalten keine 2./3. Säule und bewerten Liegenschaften zum Steuerwert, das reale Vermögen der Spitze ist eher noch höher.
- Pareto-Tail. Vermögen über 10 Mio. werden mit einem Pareto-Index aus den ESTV-Klassenmitteln extrapoliert; Pauschalbesteuerte sind modellhaft im selben Tail angenommen.
- Verschiedene Bezugsgrössen. WID/UBS messen das gesamte Netto-Privatvermögen, die ESTV nur das steuerbare. Vergleiche sind indikativ, nicht zellengenau.
- WIR-Referenzmodell (2022). Das Preset «WIR 2022» (progressive Grenzsatz-Staffel, Tabelle 7.2) bildet das Steuermodell des World Inequality Report exakt ab, über eine dedizierte Funktion, nicht über die Potenzkurve. Übertragen wird die Satz-Struktur; die USD-Schwellen werden ohne Wechselkurs (≈ Parität) in CHF behandelt, daher sind die CHF-Beträge nicht mit den globalen USD-Erträgen des Reports vergleichbar. Der WIR 2026 schlägt eine flache Mindeststeuer statt einer Vermögenssteuer vor und ist deshalb kein Preset im Rechner.
- Zucman-Abschnitt ist eine Schätzung. Die heutige Effektivlast und das Zusatzaufkommen der 2 %-Mindeststeuer sind eine eigene, statische Herleitung auf belegten Eingangsgrössen (Bilanz, Momentum, NZZ, WOZ), keine amtliche Zahl und nicht aus der ESTV-Pipeline reproduzierbar. Die Rechnung steht offen im Abschnitt «Zucman-Steuer» und in der Methodik-Dokumentation.